Willkommen beim
BSW Rhein-Hunsrück-Kreis!
Für Frieden, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft
Wir stehen für eine Politik zum Wohle unserer Bevölkerung und unseres Landes

Frieden
سلام
мир
Barış
Wir setzen uns für eine konsequente Friedenspolitik und eine umfassende Völkerfreundschaft ein.

Gerechtigkeit
عدالة
справедливость
Adalet
Soziale Gerechtigkeit ist für uns die Grundlage einer erfolgreichen Gesellschaft.

Vernunft
عقل
причина
Akıl
Keine Dogmen, sondern pragmatischer Verstand und Vernunft leitet unsere Politik.

Tarek Chehadé
Direktkandidat für das BSW im Rhein-Hunsrück-Kreis bei der letzten Landtagswahl 2026
Herzlichen Dank
an euch, den vielen Wählerinnen und Wählern in unserem Wahlkreis, die mit über 1.000 Stimmen bzw. 2,3% der Wählerstimmen für unsere Positionen und unsere Politik gestimmt haben. Auch wenn es das BSW dieses Mal noch nicht in den Landtag geschafft hat, sehen wir das Wahlergebnis dennoch als großen Erfolg für unsere Partei, welche zum ersten Mal zu einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz angetreten ist. Mit dem erreichten Ergebnis sind wir auf Augenhöhe zu alteingesessenen Parteien wie z.B. der FDP, die seit 15 Jahren im Landtag vertreten war und als Regierungspartei mit deutlich besseren Vorzeichen in diesen Wahlkampf gehen konnte. Wir sehen euren Zuspruch als Auftrag dran zu bleiben, damit auch hier vor Ort eine starke politische Kraft für wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit sich weiter etabliert.
Euer Tarek
Neues vom BSW Rhein-Hunsrück-Kreis
Rechtsbruch im Namen der Moral!
Wie die EU Menschen ohne Prozess abstraft und persönliche Existenzen vernichten will!
Unterstütze auch du mit deiner Unterschrift den Protest gegen die rechtswidrigen Sanktionen zur persönlichen Existenzvernichtung von EU-Bürgern!
Stellungnahme von Sahra Wagenknecht:
Welchen Zweck EU und Bundesregierung mit ihren Sanktionen gegen EU-Bürger verfolgen und warum dieses faschistoide Vorgehen Demokratie und Rechtsstaat zu zerstören droht.
30.01.2026: Neues Positionspapier
Positionspapier zur neuen US-Weltordnung
Zeitenwende: Vom Rockzipfel der USA lösen!
Die Ära westlicher Vorherrschaft geht zu Ende. Auf die „wertegeleitete“ folgt die multipolare Weltordnung. Die USA suchen ihren wirtschaftlichen Niedergang um fast jeden Preis aufzuhalten. Angefangen mit einer unbeständigen Zollpolitik hin zu einer unverhohlen imperialen Außenpolitik: Vor allem in Lateinamerika, aber auch mit Blick auf Grönland und im Nahen Osten. Dass Donald Trump nicht den US-Kongress, sondern die Erdölkonzerne vor der Entführung des venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Ehefrau informierte und den Überfall offen mit dem Rohstoffreichtum des Landes begründet, markiert eine neue Ära des offenen Imperialismus. Wurden frühere Militäreinsätze noch durch Lügen wie etwa den angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak versucht zu rechtfertigen , werden sie nun offen mit imperialistischen Motiven begründet.
Anders als Brüssel und Berlin sucht Washington den Ukraine-Krieg durch Verhandlungen mit [...]
Unsere Positionen
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Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Corona-Aufarbeitung:
Während der Corona-Zeit gab es unter der Prämisse der Pandemiebekämpfung Grundrechtseinschränkungen, die in ihrer Ausprägung in der Bundesrepublik einmalig waren. Daneben gab es eine bisher nie dagewesene öffentliche Diffamierungs- und Diskriminierungskampagne gegen die Minderheit der Ungeimpften. Eine Aufarbeitung der Corona-Zeit ist also in zweierlei Hinsicht unabdingbar:
Deshalb fordern wir als BSW:
- Es muss wissenschaftlich und ethisch abgewogen werden, welche Maßnahmen wie viel zur Pandemiebekämpfung beigetragen und andererseits Schaden verursacht haben. Als Beispiel seien hier die Schulschließungen genannt. Wie viel Nutzen brachten diese zum Schutz der Bevölkerung, insbesondere der Alten, und wie viel psychischen Schaden haben diese bei Kindern und Jugendlichen verursacht. Diese ethische Abwägung auf unterschiedliche Gruppen oder Bereiche muss im Nachhinein für alle Maßnahmen vorgenommen werden, um in möglichen zukünftigen Pandemien besser vorbereitet zu sein. Das gilt auch für die Impfung und eine Aufarbeitung und Untersuchung von Impfschäden oder sonstigen negativen Folgen.
- Öffentlicher Hass und Hetze aus den Leitmedien mit Diffamierungsworten wie Coronaleugner, Schwurbler oder Covidiot ergoss sich über Jahre über die Minderheit der Ungeimpften und ist bis heute nicht ansatzweise aufgearbeitet. Angesichts eines fehlenden Fremdschutzes – man nehme die Äußerung von Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor dem Corona-Enquete-Ausschuss des Deutschen Bundestages mit Verweis auf die WHO oder man betrachte ganz einfach die Realität und frage, wer noch kein Corona hatte – muss der Frage nachgegangen werden, weshalb 2022 ungeimpftes medizinisches Personal entlassen wurde und seine berufliche Existenz verlor. Auch muss aufgrund des fehlenden Fremdschutzes der Frage nachgegangen werden, welchen Sinn ein Markierungssystem zur Trennung und somit Diskriminierung der „bösen“ Ungeimpften von den „guten“ Geimpften hatte. Es muss also dringend der Umgang der Gesellschaft mit der angeblich „bösen“ Minderheit der Ungeimpften aufgearbeitet werden.
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Windkraftausbau, Klima- und Umweltschutz:
Klima- und Umweltschutz brauchen Vernunft und Akzeptanz und weniger nutzlosen Aktionismus! Zu einer seriösen Klima- und Umweltpolitik gehört aber auch Ehrlichkeit: Die Energieversorgung Deutschlands lässt sich im Rahmen der heutigen Technologien aktuell nicht allein durch erneuerbare Energien sichern. Blinder Aktivismus und undurchdachte Maßnahmen helfen dem Klima nicht, aber sie gefährden unsere wirtschaftliche Substanz, verteuern das Leben der Menschen und untergraben die öffentliche Akzeptanz sinnvoller Klimaschutzmaßnahmen.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- ein unverzügliches Moratorium um den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen zu stoppen! Durch sinnvolles Re-Powering muss der aktuelle Bestand an Windkraftanlagen auf den aktuellsten technischen Stand gehoben werden. Dadurch kann die Energieausbeute pro Windkraftwerk vervielfacht werden!
- Ständige Überwachung und Anpassung der finanziellen Rücklagen der Windkraftanlagenbetreiber hinsichtlich der gesetzlich geforderten Rückbaupflicht nach dem Betriebsende von Windkraftanlagen. Wir wollen eine überwachte, solide Rücklagenbildung, welche die Kosten eines Rückbaus zum Laufzeitende tatsächlich tragen kann!
- Wir wollen keine Windkraftruinen in unserer Landschaft! Deshalb fordern wir einen solidarischen Sicherheitsfonds für Kommunen, um im Falle einer Insolvenz eines Windkraftbetreibers die geforderten finanziellen Mittel für den Rückbau aufbringen zu können!
- Wir fordern einen kommunalen Solidardfonds, um auch Kommunen, die durch ein Windkraftmoratorium oder z.B. durch die UNESCO-Welterbestättenvorgaben keine Windkraftanlagen errichten dürfen, an den finanziellen Einnahmen in einem für alle Beteiligten erträglichen Rahmen solidarisch zu beteiligen. Insbesondere durch ein Re-Powering von Windkraftanlagen werden Bestandsflächen und damit auch die entsprechenden Kommunen zukünftig deutlich höhere Einnahmen verbuchen können!
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Wasserstoffwirtschaft, netzdienliches Energiemanagment:
Die zunehmende Elektrifizierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft benötigt ein Energiesystem, welches sicher, günstig, flexibel, adaptiv und digital gesteuert wird. Starkes Augenmerk muss die Politik deshalb zukünftig auf die Speicherfrage und ein netzdienliches Energiemanagement lenken. Dies ist insbesondere für den Rhein-Hunsrück-Kreis nach der umfassenden Etablierung von regenerativen Stromerzeugungsanlagen durch Wind und Sonne nun das Gebot der Stunde.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- Den verdienten Einstieg unserer Region in die zukunftsweisende Wasserstofftechnologie. Aktuell sind die Kosten von grünem Wasserstoff aus regenerativ gewonnenem Strom unter Verwendung von Elektrolyseuren viel zu hoch. Fossile Energieträger sind aktuell noch um einen Faktor 2-3 günstiger. Es ist aber absehbar, dass durch die weiter zunehmende CO2-Bepreisung und die unvermeidbare, weltweite Verknappung der fossilen Energieträger in den nächsten 20-30 Jahren der Preis auch für Öl- und Gas drastisch steigen wird. Deshalb gilt es im Rahmen einer vorausschauenden Politik sich schon jetzt auf diese Zeit vorzubereiten. Hierzu benötigen wir langfristige öffentliche Förderungen, über mindestens 20 Jahre, um uns schon heute mit der Wasserstofftechnologie frühzeitig vertraut zu machen und um eine entsprechende Infrastruktur schrittweise aufbauen zu können. Hier ist Lokal-, Landes- und Bundespolitik gefordert, um langfristige Förderung der Betriebskosten (OPEX-Förderung) sicherzustellen.
- Der rasante Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen sowie der zunehmende Einsatz von Wärmepumpen und der Elektromobilität bringt heute schon unsere Versorgungsnetze an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Von unseren BSW-Mitgliedern werden heute schon im privaten Bereich modernste netzdienliche Anlagen im privaten Umfeld betrieben. Diese speichern in Zeiten mit Energieüberschuss den zur Verfügung stehenden Strom in Batterien und Versorgen in Zeiten mit starker Energienachfrage den heimischen Strombedarf autark durch die „eingelagerte Überschussenergie“. Auch hier ist eine Wirtschaftlichkeit unter den aktuellen Umständen nicht abbildbar. Deshalb fordern wir eine Reduktion der Netzentgelte für netzdienliche Energieversorgungseinheiten im privaten und unternehmerischen Bereich, um diese Technologie einer großen Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern sowie mittelständischen Unternehmen wirtschaftlich zugänglich zu machen.
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Heizungstausch, Kreiswärmeplanung:
Die Wärmeversorgung der Wohngebäude in Deutschland beansprucht ca. 50% des gesamten nationalen Endenergieverbrauchs und verursacht damit einen Großteil des deutschen CO2-Ausstoßes. Auf Beschluss des Bundestages vom 17.11.2023 unter Führung der damaligen Ampelregierung, muss in Gemeindegebieten bis Mitte 2028 ein Wärmeplan erstellt werden.
Die Wärmeplanung dient dabei als Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Wärmeversorgung einzelner Kommunen, um eine klimaneutrale Gebäudewärmeversorgung bis 2040 zu erreichen.
Am 28.10.2025 wurden die Ergebnisse der durchgeführten Kreiswärmeplanung für die verschiedenen Verbandsgemeinden und der Stadt Boppard vorgestellt. Bis auf wenige Ausnahmen werden im Rhein-Hunsrück-Kreis die meisten Wohngebäude zukünftig entweder mit Pelletheizungen oder mit Wärmepumpen beheizt werden müssen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen stellt für die einzelnen Kommunen und die privaten Haushalte zukünftig einen großen Kraftakt da.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- Frühzeitige Sicherstellung einer wirtschaftlich unabhängigen, kostenfreien, qualifizierten und persönlichen Beratung für die wärmetechnische Umrüstung von Privatgebäuden. Die Beratung muss die Projektphasen der finanziellen und technischen Planung, Realisierung, Inbetriebnahme, Abnahme und Optimierung der Betriebsparameter des jeweiligen Wärmeerzeugers umfassen.
- Frühzeitige Prüfung und ggf. Erweiterung der vorhandenen Netzkapazitäten in den einzelnen Kommunen, um eine ausreichende Stromversorgung für den zukünftigen elektrischen Energiebedarf rechtzeitig sicherstellen zu können.
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Mobilität der Zukunft, Individual- und öffentlicher Nahverkehr:
Der ÖPNV in seiner gegenwärtigen Form trifft nicht die Bedürfnisse der Bürger, zumindest im ländlichen Raum. Solange das Auto in vielen Gebieten das wichtigste oder sogar einzige alltagstaugliche Fortbewegungsmittel ist, wehren wir uns gegen eine ideologisch aufgeblasene Verkehrswende, die unüberlegt und gegen die Interessen der Menschen durchgesetzt werden soll. Stattdessen brauchen wir einen attraktiven Mix aller Verkehrsmittel. Unbestritten trägt der Verkehrssektor neben Industrie und privaten Haushalten erheblich zum Ausstoß klimaschädlicher Gase und damit zum Klimawandel bei. Wer tatsächlich etwas zum Klimaschutz beitragen will, kommt deshalb am Verkehrssektor nicht vorbei.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- Ein Landesförderprogramm für Ruftaxisysteme und kleine Bürgerbusse im ländlichen Raum auf festen Linien und auch für Individualstrecken.
- Flächendeckende Einführung von Carsharing-Angeboten sowie die Schaffung von digitalen Mitfahrgelegenheits-Plattformen um es den Menschen zu erleichtern, Fahrzeuge gemeinsam zu nutzen und die Anzahl der Fahrzeuge auf den Straßen zu reduzieren.
- E-Bikes und Pedelecs haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt und werden von den Bürgern gekauft und gerne benutzt – ohne jegliche staatliche Förderungen! Deshalb ist der Ausbau des Radwegenetzes im Rhein-Hunsrück-Kreis eine wichtige Maßnahme, um die Mobilität, Gesundheit und Umweltfreundlichkeit im Kreis zu verbessern. Die Schaffung von sicheren und gut zugänglichen Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen, Haltestellen, Einkaufszentren und anderen öffentlichen Orten erleichtert es den Menschen, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu nutzen. Dafür ist der Abruf und Einsatz von Fördermitteln z.B. aus dem Nationalen Radverkehrsplan 3.0 des Bundes durch das Land zu verbessern.
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Infrastruktur:
Die SPD geführte Landesregierung hat in den letzten Jahrzehnten unsere Infrastruktur systematisch an die Wand gefahren. Laut der DGB-Studie „Zukunftsinvestitionen sind wichtig“ müssten in Rheinland-Pfalz in der nächsten 10 Jahren fast 30 Mrd. Euro investiert werden, um dem jahrzehntelangen Investitionstau zu begegnen. Nicht zuletzt der Landesrechnungshof beklagt den Verfall der Landesstraßen – 2014 waren davon 28 Prozent in einem schlechten Zustand, aktuell sind es laut Bericht sage und schreibe 38 Prozent.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- Die Sanierung und der Ausbau bestehender Straßen, Brücken und straßenbegleitender Radwege müssen im Blickpunkt der künftigen Verkehrspolitik stehen.
- Ortsumfahrungen, die zur Verbesserung der Lebensqualität in den Ortschaften führen, sind zu unterstützen.
- Die Attraktivität der Bahnhöfe entlang der Rheinschiene muss dringend erhöht werden, Toiletten müssen sauber, nutzbar und alle Bahnsteige barrierefrei erreichbar sein. Die Menschen müssen sich in Bahnhöfen rund um die Uhr sicher fühlen können.
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Mittelrheinbrücke:
Das „Politikum“ Mittelrheinbrücke nimmt seltsamerweise vor Landtagswahlen immer wieder Fahrt auf, um danach schnell wieder auf das Abstellgleis geschoben zu werden. In dieser Reihe sieht das BSW auch den neuerlichen Anlauf der rheinland-pfälzischen Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP), die eine Baukostenübernahme von 90% für eine Brücke in Aussicht stellt aber die Kosten für den Unterhalt der Mittelrheinbrücke den Kommunen überlassen will. Für zukünftige Sanierungsarbeiten wird eine Beteiligung im Rahmen von Förderungen in Aussicht gestellt. Nach jahrzehntelangen Diskussionen ist die Landespolitik es den Menschen und Unternehmen am Mittelrhein schuldig, Klarheit und Planungssicherheit zu schaffen.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- Klares Bekenntnis der Landesregierung zu einer dauerhaften Kostenbeteiligung, auch an den Unterhaltskosten einer Mittelrheinbrücke. Die finanzschwachen Kommunen in beiden Landkreisen dürfen nicht durch weitere, teilweise unabsehbaren Kosten belastet werden.
- Fährkosten einer Reinquerung von aktuell 17,80 € für eine Hin- und Rückfahrt für eine Familie mit Kind sind nicht tragbar! Deshalb müssen die Menschen im Rhein-Lahn- und Rhein-Hunsrück-Kreis die Möglichkeit erhalten, durch an die beiden Regionen gebundene, mit Landesmittel finanzierte Rabattsysteme dauerhaft Zugang zu deutlich günstiger Fährpreisen zu erhalten. Zu einem solchen Rabattsystem müssen auch Touristen zeitlich begrenzten Zugang erhalten, die in den Landkreisen ihren Urlaub verbringen.
- Etablierung eines mittels Landesmittel subventionierten Fährbetriebes von 05:00 h bis 23:00 h, um den Menschen und Unternehmen links und rechts des Rheins die Möglichkeit zu geben, unabhängig vom Wohnort am Schichtbetrieb in Unternehmen teilnehmen zu können.
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Gemeindefinanzen:
Die Landesregierung verstößt seit vielen Jahren gegen die Landesverfassung, weil sie die Kommunen im Land skandalös unterfinanziert. Dafür ist sie bereits zweimal vom Verfassungsgerichtshof verurteilt worden. Die Ampel lässt sich für den Ausbau der Kitas feiern – und lädt die Kosten dafür bei den Kommunen ab. Die gesetzlich festgelegte „kommunale Selbstverwaltung“ ist zur hohlen Phrase verkommen – mit wenigen Ausnahmen beschließen rheinland-pfälzische Stadträte und Kreistage nur noch Haushalte mit Pflichtaufgaben – und alleine hierfür müssen sie Kredite aufnehmen. Bund und Land übertragen immer neue Aufgaben an die Kommunen, ohne für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- Wir fordern eine verfassungskonforme und auskömmliche Kommunalfinanzierung in Rheinland-Pfalz.
- Für überschuldete Kommunen fordern wir eine wirksame Entschuldung, die diesen Namen auch verdient. Eine wirksame Entschuldung bedeutet: Komplette Übernahme der Altschulden durch Bund und Land zum Stichtag und Finanzierungsgarantie für übertragene Aufgaben, insbesondere im Sozialhaushalt.
- Die Finanzierung der laufenden Kosten von Kitas muss über eine faire Umlage solidarisch durch den gesamten Kreis erfolgen. Aktuell werden einzelne Kommunen, die eine erfolgreiche, familienfreundliche und in ihrem Ergebnis „kinderreiche“ Kommunalpolitik verfolgen dadurch bestraft, dass die Beitragshöhe zu den Kindertagesstätten „kindgebunden“ sind. Dadurch müssen kinderreiche Kommunen erheblich höhere Kosten stemmen als kinderarme Gemeinden!
- Eine gute Finanzausstattung der Gemeinden ist Voraussetzung für funktionierende öffentliche Einrichtungen. Wir wollen Schwimmbäder retten, Schulen sanieren und den Ausbau von Ganztagsschulen und Kitas beschleunigen. Ganz nebenbei entstünden durch ein umfassendes kommunales Bau- und Sanierungsprogramm tausende Arbeitsplätze. Eine starke Kommune ist die Basis fur ein starkes Land.
- Die ländlichen Räume müssen wieder lebendige Lebensräume werden – mit medizinischer Versorgung, Nahverkehr, digitaler Anbindung.
Die Position des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis zum Thema:
Natur- und Artenschutz, Klimaanpassung:
Die Landschaftsgestalt des Rhein-Hunsrück-Kreis ist von einer bemerkenswerten Vielfalt geprägt, wo einzigartige Lebensräume in Naturlandschaften z.B. entlang von Talflächen, auf landwirtschaftlich und forstlich genutzte Kulturlandschaftsräume treffen. Hier gilt es einen Ausgleich zu schaffen, so dass artenreiche und klimaangepasste Lebensräume neben wirtschaftlich genutzten Feld- und Waldflächen existieren können. Dabei muss ein besonderes Augenmerk auf die fortschreitende Versiegelung land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen gelegt werden, denn dies gefährdet nicht nur die Produktion, sondern auch Klima- und Artenschutz.
Deshalb fordern wir als BSW für unseren Rhein-Hunsrück-Kreis:
- Neue Photovoltaik- und Windkraftanlagen dürfen vorrangig nur auf bereits versiegelten Flächen entstehen.
- Klima- und Umweltschutz brauchen Akzeptanz und keine Verbote, die zu Recht von den Menschen als Bevormundung und Gängelung empfunden werden. Deshalb muss nachhaltiger Naturschutz niederschwellige Angebote schaffen und auf Begeisterung und die freiwillige Beteiligung der Bevölkerung setzen.
- Im Rhein-Hunsrück-Kreis gibt es schon zahlreiche Bürgerprojekte und Initiativen, die ehrenamtlich sich um wertvolle Natur- und Artenschutzprojekte kümmern – hier sind auch Mitglieder des BSW Rhein-Hunsrück-Kreis stark engagiert. Die aktuell schon stattfindende Vernetzung und Betreuung dieser Kleingruppen muss weiterhin und in einem stärkeren Maße durch den Landkreis erfolgen. Notwendige Hilfsmittel, Arbeitswerkzeuge und Maschinen sollten dabei zentral beschafft werden und den ehrenamtlichen Gruppen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
- Landwirtschaft, Forst, Jagd, Imkerei, Weidetierhaltung sind stärker zu vernetzen, um ein gemeinsames Miteinander und nicht ein gegeneinander zu schaffen. Auch hier sehen wir den Landkreis hinsichtlich der notwendigen Moderation gefordert.
- Die Landwirtschaft ist in ihrer Bedeutung für einen wirksamen Arten-, Natur- und Landschaftsschutz unterschätzt und dient zu oft als Sündenbock für sichtbare Fehlentwicklungen in Fauna und Flora. Deshalb müssen in unserem Landkreis landwirtschaftliche Schulen, Dienstleistungszentren sowie wissenschaftliche Einrichtungen stärker in die Beratung der Akteure des Naturraums eingebunden werden. Nur so können neue Impulse für Feld- und Forstwirtschaft gesetzt werden, um weniger Monokulturen, vielfältigere Fruchtfolgen, Blühflächen, Feldränder und mehr kleinteilige Strukturen zu gestalten. Dies stärkt unser Ökosystem und fördert Insekten- und Artenvielfalt. Die Förderung trockenresistenter Arten im Sinne einer notwendigen Klimaanpassungsstrategie sowie eine vernünftige Diskussion über Wild- und Jagdpolitik sind weitere Bausteine die wir propagieren wollen.

